Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

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Unterstützung in Zeiten der Corona-Pandemie

Für Kinder und Jugendliche, Eltern und Familien, Fach- und Lehrkräfte

Das neuartige Coronavirus wirft bei vielen Menschen Fragen auf und hat unser gewohntes Leben auf den Kopf gestellt. Vor allem Familien stehen vor besonderen Herausforderungen. Kinder und Jugendliche können nicht in die Kita oder in die Schule gehen und müssen zu Hause lernen. Eltern müssen im Homeoffice arbeiten, auch wenn es vielleicht keinen richtigen Arbeitsplatz dafür gibt. Es wird ungewohnt viel Zeit miteinander in den eigenen vier Wänden verbracht, mit mehr oder weniger Platz. Dazu können finanzielle Sorgen kommen. Das alles kann zu Konflikten führen.

Hier möchten wir Ihnen Informationen zu Angeboten vermitteln, die zum Beispiel bei der Bewältigung des Familienalltags helfen, über das Virus und seine Folgen kinder- und jugendgerecht informieren, Anregungen zu Beschäftigung und Bewegung geben und in Krisensituationen unterstützen.

Der Alltag mit Corona stellt uns vor neue Herausforderungen und unterliegt ständigen Veränderungen. Am Wichtigsten bleiben aber die Hygiene- und Verhaltensregeln zur Vorbeugung von Infektionen: Richtig Hände waschen, niesen und husten! Einen Abstand von 1,5 Meter halten – und dennoch in Kontakt bleiben!

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat diese und weitere Empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im familiären und beruflichen Alltag sowie in der Öffentlichkeit in einem Merkblatt zusammengefasst. Merkblatt herunterladen

Information und Wissen helfen auch Kindern und Jugendlichen, mit den aktuellen Veränderungen in ihrem Alltag besser klar zu kommen.

Kindgerechte Informationsangebote

  • das Corona-Kinderlexikon von Zeit-online.
  • Die Sendung mit der Maus beantwortet alle Fragen rund um das Coronavirus und stellt viele spannende kleine Filme zur Verfügung.
  • Die Stadt Wien hat ein kurzes Video für Kinder veröffentlicht, das leicht verständlich erklärt, was das Coronavirus überhaupt ist, was es bewirkt und wie man sich davor schützen kann.
  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat den Comic „Agenten im Einsatz“ für Acht- bis Zwölfjährige ins Netz gestellt.
  • Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie erklärt in einem leicht verständlichen Video für Kinder von 6–12 Jahren, wie diese mit den Veränderungen durch Corona im Alltag umgehen können.
  • Die Kinderseite Seitenstark präsentiert ein Corona Spezial mit Infos zum Virus, Tipps fürs Lernen und Aktivsein, ein Kinderforum zum Austausch und ein Quiz.
  • HanisauLand: Die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung bietet Kindern einfache und verständliche Zugänge zum Thema Politik und weiteren Themen. Zurzeit findet sich dort auch eine Spezial-Rubrik zum Coronavirus.
  • Das Deutsche Kinderhilfswerk hat auf der Homepage Kindersache die wichtigsten Infos zum Coronavirus für Kinder zusammengefasst.
  • Die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie wirft auch für Kinder viele Fragen auf. Verlässliche Informationen helfen, das Thema Viruserkrankungen, insbesondere Covid-19, besser zu verstehen. Die Broschüre „WAS IST WAS Viren. Den Krankheitserregern auf der Spur“ erklärt, wie das Immunsystem funktioniert und wie man mit der Situation am besten umgeht. Das Heft kann hier unentgeltlich heruntergeladen werden.

Informationsangebote für Jugendliche

  • Sechs Strategien für Jugendliche, mit dem vorübergehenden Kontaktverbot umzugehen, zeigt der Unicef-Blog.
  • Fluter, das Jugendmagazin der Bundeszentrale für politische Bildung, befasst sich in mehreren Beiträgen mit der Corona-Krise.

Telefonische und Online-Beratung

  • Nummer gegen Kummer: Um Kinder, Jugendliche und Eltern während der Corona-Krise bei Problemen besser unterstützen zu können, verstärkt das Bundesfamilienministerium die Beratungsangebote der „Nummer gegen Kummer“. Das Kinder- und Jugendtelefon ist seit Mitte April unter der Nummer 116 111 von Montag bis Samstag wie bisher von 14 bis 20 Uhr und zusätzlich Montag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr erreichbar.
  • Die Online-Beratung steht Kindern und Jugendlichen unter nummergegenkummer.de im Chat am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr und am Dienstag und Freitag von 10 bis 12 Uhr zur Verfügung.
  • Für Jugendliche, die ein Problem haben und mit niemanden darüber reden können, gibt es eine kostenlose Internetberatung bei Jugendnotmail. Ehrenamtliche Psychologinnen und Psychologen sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen beraten online, vertraulich und verlässlich.

Kinder aus suchtbelasteten Familien

Kinder und Jugendliche, die mit suchtkranken Eltern aufwachsen, sind in Zeiten geschlossener Kitas und Schulen der Situation zu Hause besonders ausgesetzt. Wer Beratungsbedarf rund um das Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien hat, kann sich über einen sicheren, verschlüsselten, anonymen Zugang mit dem Beratungsteam von NACOA e.V. – Interessensvertretung für Kinder aus suchtbelasteten Familien in Verbindung setzen. Das Angebot der Online-Beratung richtet sich an Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien, Menschen, die beruflich mit dem Thema Kinder suchtkranker Eltern in Berührung kommen sowie an Angehörige, Nachbarn oder Freunde von betroffenen Kindern.

Hilfe bei Gewalt in der Familie

COVID-19: Tipps für Eltern und andere Bezugspersonen. Eine Veröffentlichung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Kinderzuschlag des Bundesfamilienministeriums: Der Kinderzuschlag unterstützt Alleinerziehende und Familien mit wenig Einkommen. Der Antrag kann online gestellt werden. Welche Regelungen bei durch die Corona-Pandemie wegfallendem Einkommen seit dem 1. April gelten, erfahren Sie unter dem Internetlink.

Familienunterstützung in Zeiten der Corona-Pandemie auf der Homepage der Servicestelle „Netzwerk Familie stärken“. Die Servicestelle informiert auf dieser Seite sowohl Einrichtungen als auch Eltern über Unterstützungsmöglichkeitendes Bundes und des Landes.

Nationales Zentrum Frühe Hilfen: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fallen zurzeit Eltern-Kind-Gruppen aus. Familienzentren haben nicht mehr geöffnet und viele Anlaufstellen der Frühen Hilfen sind für den Publikumsverkehr weitgehend geschlossen. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen weist auf seiner Internetseite Schwangere, Eltern sowie Kinder und Jugendliche auf Beratungsstellen und Kontaktmöglichkeiten hin.

Hilfsangebot „Schwangere in Not“: Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 40 40 020 bietet das Hilfetelefon eine vertrauliche und anonyme Erstberatung zu allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft. Es gibt auch eine fremdsprachige Beratung.

Das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer: Unter der Rufnummer 0800 111 0550 finden Mütter und Väter Beratung in vielfältigen Erziehungsfragen und in Krisensituationen. Anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz zu erreichen: montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr.

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unterstützt Frauen in Not anonym und in 18 Sprachen. Unter der Rufnummer 08000 116 016 können sich Betroffene zu jeder Zeit kompetent, sicher und barrierefrei beraten lassen.Es ist bundesweit das einzige Angebot, das Betroffenen rund um die Uhr zur Seite steht. Die speziell ausgebildeten Beraterinnen vermitteln Betroffene auf Wunsch an Beratungsstellen und Frauenhäuser. Hilfe wird auch über die Internetseite www.hilfetelefon.de angeboten.

In diesen Zeiten ist es neben gesunder Ernährung auch wichtig, in Bewegung zu bleiben:

  • Schauen Sie doch mal bei ihren Kinder-CDs nach, welche es zum Mit-Singen und Mit-Bewegen gibt und werden Sie gemeinsam aktiv!
  • Nutzen Sie einfache Bewegungsmöglichkeiten wie „Hickelkästchen“, balancieren Sie nacheinander über einen Stock oder machen Sie Entdeckerspiele.
  • Schauen Sie im Internet oder im TV-Kinderprogramm, ob es Mitmach-Konzerte o.ä. gibt, bei denen sich die Kinder oder alle Familienmitglieder mit-bewegen können.
  • Gehen Sie raus in den Garten, in den Park und in die Natur – achten dabei aber immer darauf, den nötigen Abstand zu anderen Menschen einzuhalten.
  • Vielleicht ist jetzt die richtige Zeit, dass das Kind Fahrradfahren, Rollschuhfahren oder Skateboardfahren lernt? Daraus können schöne gemeinsame Aktivitäten werden.
  • Auch bei schlechtem Wetter kann man drinnen einfache Spiele machen, z.B. Topfschlagen oder ein Buch auf dem Kopf balancieren und damit eine Strecke oder einen kleinen Parcours laufen.

Schauen Sie gerne auf unserer Homepage nach wichtigen Aspekten der gesunden Ernährung und nach Bewegungstipps im Alltag.

BZgA-Hygieneinformationen für Schulen

Zur Unterstützung von Schulen bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Informationen und Materialien zum Coronavirus, zu Ansteckungswegen und zu präventiven Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte an. Auf einer Webseite werden aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus und die Erkrankung COVID-19 bereitgestellt.

Gezielt für Bildungseinrichtungen hält die BZgA kostenfrei Broschüren, Plakate, Spiegelaufkleber und Videos mit Hygienetipps, Verhaltensregeln und -empfehlungen sowie weitere Informationen vor. Differenziert nach Grund- und weiterführenden Schulen gibt es leicht verständliche Informationen zum gründlichen Händewaschen und richtigem Nies- und Hustverhalten. Die Materialien stehen zum Download und zum Ausdrucken zur Verfügung oder sind über das Bestellsystem der BZgA online abrufbar.

Darüber hinaus bietet die BZgA auf ihrer Webseite Videos zur generellen Übertragung von Atemwegsinfektionen im Alltag. Erklärt wird, wie Viren und Bakterien in den Körper gelangen und über die Hände weiterverbreitet werden und wie dieses Risiko durch Händewaschen minimiert werden kann. Die BZgA hat zudem ein Merkblatt für Bildungseinrichtungen mit den wesentlichen Informationen zum neuartigen Coronavirus erstellt, das zur Veröffentlichung genutzt werden kann.
Download Merkblatt

Bildungsministerium Rheinland-Pfalz

Viele Kinder und Jugendliche können derzeit nicht in die Kita oder Schule gehen. Rheinland-Pfalz hat über die schrittweise Wiedereröffnung der Schulenentschieden. Alle aktuellen Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz.

Hotline für Fragen zur Kita-Betreuung in Rheinland-Pfalz: Telefon 06131 967 500
Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr

Hotline für organisatorische Fragen an Schulen in Rheinland-Pfalz: Telefon 0261 2054613300
Montag bis Donnerstag 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Freitag 9 bis 12 Uhr

Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz

Das Pädagogische Landesinstitut informiert über Möglichkeiten zum Materialaustausch, die Schulen nutzen können, um eine Unterrichtsversorgung während einer Schulschließung zu erleichtern, sowie über digitale Lernangebote, Unterrichtsmaterialien und vieles mehr.

Informationen für Eltern, Schülerinnen und Schüler zusammengefasst finden sich hier.

Sportchallenges für Bewegung und Gesundheit zu Hause werden hier angeboten.

Unterrichtsprogramm Klasse2000

Klasse2000 weist auf die Möglichkeit hin, dass die Kinder auch zu Hause auf ihre Materialien von Klasse2000 zurückgreifenund etwas für ihr Wohlbefinden tun können. Die Materialien sind für die Eltern zugänglich, deren Schulen an dem Programm Klasse2000 beteiligt sind. So hat jedes Kind in der ersten Klasse die Bewegungs- und Pausengeschichten-CD erhalten, damit sie daheim genutzt werden kann. Ganz neu ist die Internet-Seite Das KLARO-Labor. Eltern finden auf der Seite Tipps und Informationen für einen gesunden Familienalltag. Die Eltern haben von ihrer Schule das Passwort für den Zugang auf die Internet-Seite erhalten.
Weitere Infos zu Klasse2000 in Rheinland-Pfalz

Forum Transfer ist eine neue Plattform für Fachkräfte und Verantwortliche in der Kinder- und Jugendhilfe bei öffentlichen und freien Trägern.

Die Plattform bietet in Zeiten von Corona Austausch und Unterstützung für Fachkräfte und Verantwortliche in der Kinder- und Jugendhilfe, um rasch neue Ansätze erproben zu können und Erfahrungen miteinander zu teilen. Die innovative Kommunikations- und Transferplattform enthält aktuelle Hinweise und Empfehlungen, wie die Arbeitsfähigkeit der Kinder- und Jugendhilfe unter den Bedingungen der Corona-Pandemie gesichert werden kann. Sie zeigt fachlich systematisierte Beispiele guter Praxis auf und wird für die Zeit bis zu einer wiederkehrenden Routine weiterentwickelt. Zur Webseite

Das Landesjugendamt Rheinland-Pfalz stellt die aktuellen Rundschreiben zu den Verfahrensweisen im Umgang mit dem Coronavirus in den Bereichen Kindertagesstätten, Hilfen zur Erziehung, Jugendarbeit, Pflegekinderhilfe, Beratungsstellen und Stiftung sowie Kompetenzzentrum unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer (UMA) hier zur Verfügung.

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Grippeschutzimpfung – in Corona-Zeiten wichtiger denn je

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